(gegr. 1981)

Leitung: Holger Münzer
Tel.: 030-801 21 05
Fax: 030-821 29 55


Die WILDE BÜHNE ist ein freies Theater, entstanden 1981 aus der THEATERWERKSTATT. Sie spielte Zeitrevuen, Theater- und Musiktheater - Produktionen und auch Gastspiele. Die Darsteller/innen waren ursprünglich (1981) Absolventen und Schüler/ Studenten der HOCHSCHULE DER KÜNSTE Berlin, der FRITZ-KIRCHHOFF-SCHULE Berlin und der THEATERWERKSTATT CHARLOTTENBURG und freie Schauspieler. Derzeit besteht kein festes Ensemble meh, die WILDE BÜHNE präsentiert jedoch im Coupé-Theater Gastspiele, Bezahlung durch 40% Beteiligung an der Abendkasse für Plakate, Einladungszettel und Versand. Spesen werden nicht erstattet.

  • Die Presse

  •  Hier finden Sie einige Produktionen früherer Jahre, die ein Freund und Ensemblemitglied erstellt hat...
     Programmangebote:

    Die Presse


    Berliner Stimme 13.08.1988
    Berlin hat wieder eine "Wilde Bühne"
    So witzig und zeitkritisch
    wie das alte Kabarett
    In den leeren Probenräumen der "Wilden Bühne" läuft ein Ventilator heiß. Er versprüht Funken, entfacht ein Feuer. Als die Löschzüge eintreffen, sind die Räume bereits abgebrannt.

    Das passierte im Sommer 1923 in Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 12. Es war das Ende eines Berliner Kabaretts, zu dessen Gästen und Mitgliedern Kurt Tucholsky ebenso gehörte wie Bertolt Brecht und Joachim Ringelnatz.

    Nur drei Jahre alt wurde die "Wilde Bühhe", für die unter anderen Walter Mehring, Kurt Tucholsky und Alfred Henschke (alias Klabund) ihre politisch-literarischen und bissig-zeitkritische Texte schrieben. Unter der Regie von Trude Hesterberg wurde das zunächst eher zahme und etwas langweilige Kabarett sehr schnell zur Publikums-Attraktion.

    Berliner Künstler wie Wilhelm Bendow oder der Chansonier Kurt Gerron begeisterten die Zuschauer. Und auch der junge Schriftsteller Ernst Fabian, heute bekannter als Erich Kästner, schrieb Liedtexte für die kleine Bühne. Nach dem Brand dauerte es sieben Jahre, bis in die Räume wieder ein Revue-Theater einzog. Ab 1930 spielte in der Kantstraße 12 "Tingel-Tangel" unter der Leitung von Friedrich Hollaender. Ihr Stück "Höchste Eisenbahn" war 1933 für viele das Signal, ins Exil zu gehen. Auch für Hollaender selbst.

    65 Jahre nachdem die "Wilde Bühne" abbrannte, gibt es jetzt wieder eine neue "Wilde Bühne", aufgezogen in der Tradition der alten mit Texten und Liedern der Arbeiterbewegung. "Die Autoren, mit denen wir angefangen haben, sind die gleichen, die auch die Wilde Bühne gespielt hat", erzählt Holger Münzer, Initiator und Leiter des Kabarett- und Musiktheaters.

    Die Gruppe, entstanden aus der Theater - Werkstatt Charlottenburg, gibt es zwar bereits seit 1981, die Namensgebung allerdings fand erst in diesem Jahr statt.

    Je nach Produktion spielt das Ensemble mit zehn oder zwölf Mitgliedern, allesamt Schauspieler oder Schauspiel - Schüler der Hochschule (Anm.d.R. heute Universität) der Künste oder der Fritz - Kirchhoff - Schule Berlin. Was fehlt, ist ein fester Spielort.

    "Unsere Produktionen eignen sich allerdings hervorragend für Straßenfeste und gesellige Abende", wirbt Holger Münzer. Die Preise samt Spesen verhandelt er individuell, das Repertoire ist beachtlich. Unter anderem mit "Lauter falsche Fuffziger", einer Zeitrevue der Fünfziger Jahre, und "Det isses", einer Revue durch Berlin, begeisterte die "Wilde Bühne" ihr Publikum.

    kob/ak

     Vorige Seite Stücke der 80-er Jahre und weitere Presse...


    Gehe zu:
    Theaterspielpläne | Theateradressen | Präsentationen | Auskunft | Kultur-Netz

    Programmierung und Design: © Kultur-Netz-Service




































    Sie sind Besucher